Fast wöchentlich steigt die Zahl der wissenschaftlichen Institute und Universitäten, die sich weltweit den Warnungen vor den Gefahren der Mobilfunknutzung anschließen. Die Verwendung von Mobiltelefonen und der Aufenthalt in der Nähe von Mobilfunkbasisstationen ist nach Sichtung der wissenschaftlichen Forschungslage inzwischen als gesundheitsgefährdent einzustufen. Bis jedoch der Gesetzgeber darauf reagiert, wird es wohl noch Jahre dauern. Die jüngste Initiative des Europäischen Parlaments zum Schutz der Bevölkerung vor hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung ist zwar lobenswert, wird allerdings für viele Intensivnutzer zu spät kommen. Daher ist es unerlässlich, dass wir uns erstmal selbst schützen:

- Keine Verwendung von Mobiltelefonen in körpernähe

- Keine Verwendung digitaler Schnurlostelefone in Wohn- und Arbeitsräumen

- Passiver Schutz vor den Belastungen von Mobilfunkbasisstationen durch Abschrimung

Um sich vor der Belastung durch elektromagnetische Felder -die vom Mobilfunkturm vor dem Dorf ausgehen- zu schützen, bauten Stapler Büger den ersten Strahlenschutzzaun. Dieser hat die Maße 12x7 Meter und schützt ein Haus, das direkten Sichtkontakt zum Mobilfunkturm hat. Die Planer versprachen sich eine Dämpfung der Belastung um mehr als 90% auf einen baubiologisch verträglichen Wert.

Interessanterweise hat die Erteilung der Baugenehmigung für diesen Strahlenschutzzaun länger gedauert als die Baugenehmigung für den Mobilfunkturm. Mehrfach wurden statische Auflagen erweitert und monatelang "geprüft". Es lässt sich der Eindruck nicht verleugnen, dass in unserem Land Emissionsquellen offenbar schneller genehmigt werden als der Schutz vor ihnen. Ob dies etwas über die Kräfteverhältnisse in unserem Land aussagt, mag jeder selbst beurteilen.

Weil glücklicherweise zwischen Errichtung des Turmes und dessen Inbetriebnahme doch mehr als ein halbes Jahr verstrich, konnte die Zeit für eine gründliche Planung genutzt werden.

Im April 2008 begann der Mobilfunkturm mit seinem Funkbetrieb. Im Juli konnten wir bereits das Fundament ausheben.


Die Fundamente wurden Anfang August gegossen:




Der Aufbau:














Montage der Metall-Gitterbahnen mit Hilfe einer hydraulischen Hebebühne in Eigenarbeit.




Nach wenigen Stunden waren die Bahnen provisorisch aufgehängt. Die Reduktion der elektromagnetischen Felder hinter dem Strahlenschutzzaun beträgt jetzt etwa 90-95%

In Schweden kann man inzwischen solche Schutzmaßnamen steuerlich geltend machen, in Deutschland gelang es noch keinem Bauherren, eine steuerliche Förderung durchzusetzen.
Wir werden es allerdings versuchen.